Nachtlauf

Failure is success in progress

Nach dem 30km Lauf von letzter Woche wr die Euphorie bei mir extrem gross. Zum ersten mal in meinem Leben war ich 30km gelaufen und habe das gut durchgehalten. Und wenn ich das geschafft habe, dann schaffe ich auch 35km habe ich mir gedacht.

Mir hat der erste Nachtlauf mit Lauf-Isi super gut gefallen und der Plan stand dann fest: das wiederholen wir. Diesmal mit einer Steigerung – wir machen jetzt 35km und fügen topographische Änderungen hinzu (laufen nicht mehr flach um den Flughafen, sondern im aufwändigen Furthal).

Meine Vorbereitung auf den Lauf war nicht speziell – ich will einfach dann laufen können, wenn ich Lust dazu habe. Daran muss sich mein Körper aber erst mal gewöhnen! Das haben mir auch alle Experten geraten: Lass deinem Körper Zeit sich an die Strapazen zu gewöhnen.

Das musste ich gestern spüren. Nach ca. 5 km hat mein linkes Knie angefangen zu zwicken. Es war nicht schlimm, denn auch nach nach dem 30km Lauf habe ich meine Knie am nächsten Tag gespürt. Es lief also gar nicht mal schlecht. Wir haben wieder eine 6min/km Pace angestrebt und ich merkte, dass ich konditionell super mithalten konnte (mein Wintertraining hat sich jetzt ausgezahlt!). Die Beine liefen und ich fühlte mich extrem frei – wie das bei so einem Lauf auch sein sollte. Nach ca. 20km aber spürte ich mein Knie immer mehr. Ich wollte an diesem Punkt nicht aufgeben, ich wollte mir aber auch nichts kaputt machen. Ich entschied mich letztlich den Lauf nach 27km abzubrechen aus folgenden Gründen:

  1. Ich möchte mich nicht verletzen – ich höre auf meinen Körper und überstrapaziere ihn nicht.
  2. Die Freude am Laufen soll im Vordergrund stehen. Laufen mit Schmerzen ist aber dann nur eine Qual.
  3. Mein Körper braucht auch Zeit! Je regelmässiger ich laufe, desto mehr muss der Körper sich auf diese Herausforderungen einstellen – das braucht halt seine Zeit.

Deswegen war ich auch nicht mega enttäuscht. Ich habe vorzeitig abgebrochen und die restliche Zeit (die Isi noch fertig gelaufen ist) damit verbracht meinen Körper wieder auf Vordermann zu bringen mit Stretchen und einem Proteinshake.

Den heutigen Tag werde ich dafür nutzen mich zu erholen. Ich höre auf meinen Körper und gebe ihm die Zeit, die er braucht. Und solche Erfahrungen gehören halt einfach auch dazu, denn: Failure is success in progress! Und ich bin noch kein Profi und will mich steigern 😉

Erholung

Jetzt nehme ich mir ein Buch und lasse mich inspirieren – und wer weiss, vielleicht setze ich mir eines Tages das Ziel einen Ultralauf zu meistern 🙂

 

Falls jemand von euch noch Lust hat auf eine kleine Distanz Joggen am Weekend: Special Olympic Run in Winterthur und Basler Frauenlauf stehen vor der Tür! Vielleicht sehen wir uns ja dort.

 

Euer Franco

 

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