Nachtlauf

Lauf-intensives Wochenende

Passend zum wärmer werdenden Wetter habe ich ein lauf-intensives Wochenende gehabt. Da hat sich das harte Training der letzten Wochen gezeigt: es hat sich positiv auf meine Form und meine Freude am Laufen ausgewirkt. Mit der richtigen Vorbereitung sind auch die besseren Voraussetzungen gegeben. Ich hatte im Winter einige Tipps mit euch geteilt zum Thema Joggen und richtige Vorbereitung. Ihr findet die Zusammenfassung hier und hier.

 

Ich habe vergangenen Freitag Isabel (Laufisi) bei ihrem 30km Nachtlauf-Training begleitet. Zum ersten mal in meinem Leben habe ich mich an eine Distanz von 30km gewagt. Aber wie sagt man so gut: wer nicht wagt, der nicht gewinnt 😉

Nachtlauf

Isabel ist zur Zeit in der Vorbereitung auf den 56km Lauf von Biel. Ich konnte zwei sehr wichtige Tipps von ihr mitnehmen!

 

  1. Lauf dein Rhythmus durch! Wir sind mit ihr einen 6Min/km Pace gelaufen, was sich zu Beginn sehr langsam angefühlt hat. Ich wollte immer schneller voraus laufen, wovon mich Isi aber abgehalten hat. Ich soll ruhig bleiben und die überschüssige Energie für den Schluss aufbewahren. Zum Glück habe ich die 30km nicht alleine in Angriff genommen!
  2. Schau nie auf die Uhr oder die km! So hältst du dich selber davon ab die ganze Zeit zu rechnen und läufst einfach. Die einzige Angabe, die ich hatte, war die Halbmarathon-Distanz.

 

Wie ist es mir also ergangen auf den 30km? Die ersten 10 waren „easy“, dann haben die Oberschenkel langsam angefangen zu zucken, das verging aber schnell. Die nächsten 10km waren schneller vergangen, als ich dachte, denn schon bei 21km habe ich die erste und einzige Zeit- und km-Angabe von Isi erhalten. Zum ersten mal war ich über die Halbmarathon-Distanz gelaufen. Noch nie zuvor hatte ich eine solche Strecke zurückgelegt. Jeder weitere m war also schon 1m weiter, als meine längste Strecke. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich ca. 1 Liter Flüssigkeit und 3 Winforce-Gels intus J

Dann ging es an die letzten 8km. Die Beine machten sich langsam bemerkbar und wurden immer träger. Dass ich aber zu Beginn Energie gespart hatte kam mir jetzt zu Gute. Ich konnte die Pace gut durchlaufen und hatte bald schon das Ziel Neeracherried vor Augen.

 

30km. Wow. Geil. Und das noch in der Nacht. Du hörst die Natur, du fühlst den Wind, du konzentrierst dich aufs Laufen und nichts lenkt dich ab. Ihr müsst das unbedingt einmal probieren. Im Ziel angelangt gab es einen warmen Tee, einen Proteinshake, eine Dusche und dann das Bett.

 

Am Samstag gab es dann eine tolle Massage, was meine Zweifel nicht aus der Welt schuf: würde ich es schaffen am Sonntag die 17.7km am Teamrun des Zürich Marathon zu laufen? Der Samstag galt mit der Massage also ganz der Erholung und am Sonntag stand ich schon um 8:30 Uhr wieder am Start mit Rafael Beutl, Jonny Fischer, Claudio Zuccolini und vielen weiteren Persönlichkeiten. Im Teamrun sind wir für „Give Children A Hand“ gelaufen.

Züri Marathon

Meine Distanz von 17.7km bin ich bei brütender Hitze gelaufen. Von Meilen nach Zürich via Bahnhofstrasse. Mein Ziel war es die gleiche Pace durchzulaufen, wie am Nachtlauf. Das war aber mit der tobenden Zuschauermasse und dem Flow im Feld gar nicht so einfach. Also bin ich spontan einfach mein Wohlfühltempo gelaufen bis ins Ziel. Kurze Stops an den Verpflegungsposten, schnell etwas Trinken und den Lauf geniessen.

 

Lange Rede kurzer Sinn: Bin viel gelaufen und hatte viel Spass dabei!

Laufen

Wem geht’s auch so? Lauft ihr viel? Habt ihr noch weitere Tipps für mich? Teilt gerne eure Erfahrungen mit mir, ich bin gespannt!

 

PS: Am 19. Mai startet schon unser Projekt Winti-Berlin auf dem Velo, also stay tuned!

 

Euer Franco

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.